Wie ein ICE zog sie vorbei, die erste volle Woche Arbeiten. Offizielle 38 h verteilt auf 5 Tage. Und was ist nicht alles passiert. Und vor allem, was ist nicht passiert...
Beim Atze und beim Spaten ging es schon voll zur Sache. Einlesen, rumtüttlen und Bugs fixen... Wenn man denen so zuhört, dann haben die schon jetzt Arbeit bis zum Hals. Bei mir ging es die Woche erst noch ruhig los. Mein Vorgänger, ein Grieche wie er im Buche steht, hatte erst am Do. seinen
Diplomarbeitsvortrag, der mir die letzte Gewissheit bringen sollte, was ich denn zu tun haben würde. Bis dahin konnte ich mich nur mit seinen wenig dokumentierten und teilweise ziemlich verworrenen Sourcen rumschlagen. Mein Mitpraktikannt seines Zeichens Sensortechniker, konnte mir da auch leider wenig weiter helfen. Aber wer will sich denn beschweren... man kann ja die Zeit auch mit Kaffee trinken und Kickern rum kriegen. Ja Kickern ist scheinbar ein Volkssport in diesem Unternehmen. Gott sei dank nicht in meiner Abteilung. Dafür machen die das mit Kaffee trinken wieder wett. Habe ich Kaffee gesagt? Vergesst es. Kaffee ist zum genießen. Die Plörre stellt coffeintechnisch locker ne Paletten Red Bull in den Schatten. Ich wusste nicht das dass geht. Seit Heute durfte ich dann endlich los legen. Da die Diplomarbeit meines Vorgängers lediglich eine Evaluation darstellt, habe ich jetzt auch reichlich zu tun. Da hier aber ausser mir nur E-Techniker arbeiten, habe ich mir mal gleich freie Hand geholt, so eeeiniges zu verändern.
Die internen Abläufe hier laufen teilweise schleppend langsam teilweise aber auch ungeahnt flott. Zwei Wochen dauert es locker, bis man alle ID's und Passwörter zusammen hat für die internen Kommunikationswege. Unsere Ausweise gingen dagegen überraschend flott. Zwei W

ochen hatte man uns angekündigt, würde es daueren, bis wir unsere eigenen bekommen würden. Der Clou ist, neben des praktischen Sesam öffne dich bei so mancher Tür, man kann hier alles damit bezahlen. Also in Kantine und Cafete. Und natürlich fühlt man sich damit auch der Großen Unternehmensfamilie zugehörig... Entsprechend stolz habe wir die Dinger dann auch in Empfang genommen.
Unsere Arbeitszeiten unterscheiden sich übrigens ziemlich. Atze, von Hause aus schon ein Langschläfer, wie ich es selten erlebt habe, (ich habe meine Kaffeemaschine in mein Zimmer gestellt, damit ich am Wochenende nicht immer bis Mittags warten muss mit dem ersten Kaffee) fängt Abteilungsbedingt fast eine Stunde später an als der Spaten und ich. Wir fahren deshalb meist mit zwei Autos. Das auch dies nicht immer ganz unproblematisch ist, habe ich die letzten zwei Tage erlebt. Scheinbar riechen die Betreuer der beiden, wann ihre Schützlinge nach Hause wollen 100 m gegen den Wind und werden gerade zu dieser Zeit besonders gesprächig. Unsere Abfahrtstermine haben sich deshalb jeweils um fast eine Stunde verschoben....
Gestern haben wir uns die erste Pizza geholt. Asche auf unser Haupt. Einen Ort weiter ist eine Pizzeria, die von einem Inder geführt wird. Aber die Größen können sich sehen lassen.
Gerade ist unser Besuch hereingeschneit. Ich schließe dann mal. Wir wollen (mal wieder) Bier trinken...
Der Alcher