Lange haben wir es schon vor gehabt und genau so lange haben wir uns darauf gefreut, ohne eigentlich genau zu wissen was auf uns zu kommt.
Heute waren wir im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart.


Wir, das hieß in diesem Fall nicht nur die WG sondern auch noch Praktikanten-Kollegen vom Atze und vom Spaten waren mit von der Partie. Mitten in der Nacht, also um 9:32 ging es mit der S-Bahn von Goldberg aus los in Richtung Gottlieb Daimler Stadion. Auf dem Hinweg zur Bahn haben wir dann mal noch ein bischen das neue Navi vom Spaten getestet. Es hilft auf jeden Fall mal dabei, neue Wege zu finden die auch zu schon bekannte Ziele führen... Um kurz nach 10 Uhr waren wir dann auch schon an der Station des Stadions angekommen und machten uns auf den kurzen Fußmarsch zum Museum. Wie wir feststellen durften, ging dieser direkt(!) am Trainingsplatz der Fußballbundesliga Manschaft des VFB Stuttgarts vorbei, die gerade eine lockere Aufwärmrunde lief. Am Museum angekommen stellten wir fest, das es eine hervorragende Idee war, früh zu sein. Wir konnten ohne Wartezeit das Museum betreten und dank des Studentenausweises kamen wir auch für lässige 4 € statt 8 € an die begehrten Eintrittskarten. Nach dem die Jacken in der Garderobe verstaut waren, ging es zu den Eingängen, an denen wir erstmal mit virtuellen Museumsführern ausgestattet wurden. Mit futuristisch anmutenden Aufzügen ging es sogleich ab in den 8. Stock des nach 3 Jahren Bauzeit im Sommer 2006 eröffneten Museums. Hier begann eine fantastische und einzigartige Reise durch die Zeit zu den Anfängen des Automobils. Von den ersten Motoren und den beiden allerersten Autos der Welt zeugte die erste Halle. Hier galt es auch die ersten technischen Hürden zu überwinden. Die virtuellen Führer funktionieren so, dass man sich zu einem Austellungsstück etwas anhören kann. Hierzu muss man das Gerät auf ein Symbol in der Nähe richten und einen Knopf betätigen. Danach werden verschiedene Sprachdateien zum Anhören angeboten. Allgemeines, Technik und selbst eine auf Kinder zugeschnittene Variante ist abrufbar.

Im folgenden Gang sind verschiedene Fahrzeugtypen ausgestellt, die von Daimler und Benz in den ersten Jahren mit Motoren ausgestattet wurden. Wie klein die Welt ist, haben wir dann bei dem ersten Bus erfahren können. Hier stand nämlich auch gleich noch bei, wo sich die erste öffentliche Omnibusstrecke der Welt befand. Und es ist kaum zu glauben, aber die ging tatsächlich von Siegen über Netphen nach Deuz (!!!!). Einen Gruß in die Heimat! Schmunzeln mußte ich allerdings schon, als da noch stand, das diese nicht wirklich zuverlässig war, da die Straßen durch den häufigen Siegerländer Regen sehr oft aufgeweicht und damit unbefahrbar waren.
Von nun an ging es die Zeitlinie langsam weiter vorwärts. Die Fahrzeuge entwickelten sich dabei von umgebauten Pferdekutschen hin zu dem, was wir heute als Auto kennen. Im Gebäude ging es dabei in gewundenen Gängen immer weiter abwärts. Natürlich wurde auch die Firmengeschichte mit all ihren Fusionen, Höhen und Tiefen thematisiert sowie Luxus, Glamour und Sportlichkeit der Marke hervorgehoben. Viele Ausstellungsstücke sind hierbei original. Teilweise auch mit berühmtem Vorbesitzer wie z.B. der Mercedes, der einst von Lady Diana gefahren wurde. Natürlich durften auch die legendären Silberpfeile nicht fehlen, die sich stetig weiter entwickelt haben bis hin zu den heutigen Formel 1 Boliden. Letzere sind übrigens wesentlich kleiner als ich gedacht hatte. Nach 4 Stunden waren wir dann wieder aus dem Museum draußen. Ein Besuch der sich gelohnt hat! Draußen war mittlerweile übrigens eine Schlange vor der Kasse bis weit vor die Tür...
Alle, die jetzt Lust auf mehr haben seien zunächst noch auf die folgende Bildergallerie verwiesen:
Mercedes Benz Museum. Wem das nicht reicht, der muss halt selbst mal hinfahren ;-)
Letztes Wochenende waren wir übrigens auch noch unterwegs. Das Schloß Solitude stand auf dem Programm. Der Atze war zwar leider auf Grund von akutem Heimaturlaub verhindert, trotzdem sind wir zu dritt losgezogen. Die dritte im Bunde war übrigens, wer sollte es auch anders sein, die "neue weibliche Mitbewohnerin" wie der Spaten sie im letzten Eintrag hier genannt hat. Hierzu ein paar erklärende Worte. Nein, hier ist nicht wirklich jemand eingezogen. Es handelt sich hierbei lediglich um meine Freundin, die zu Besuch war. Und da ich erst seit wenigen Wochen mit ihr zusammen bin, war dies wohl für den Spaten eine so ungwohnte Situation, das er sich zu diesem Kommentar hat hinreißen lassen *gg*. Die Bilder zu dem Schloß sind übrigens hier zu finden:
Schloß Solitude