Sonntag, Dezember 17, 2006

Geburtstagsparty

Letztes Wochenende hatte ich Geburtstag, und netterweise sind auch ein paar Leute aus der Heimat angereist! :-) Denen wollten wir natürlich die Stuttgarter Sehenwürdigkeiten und das Nachtleben präsentieren, was uns leider nur teilweise gelungen ist. Nach dem Spaziergang vom Hauptbahnhof an Opernhaus, neuem und altem Schloss vorbei und einem ausgedehnten Weihnachtsmarktbesuch waren nämlich alle unsere Lieblingskneipen so voll, dass wir mit dem "Breitscheid Stüble", oder so ähnlich, vorlieb nehmen mussten.

Hier die Reisegruppe im Überblick, geordnet nach Gruppentickets:
Gruppe a: Sarah, Atze, Patrick und LizGruppe b: Michaela, Todi, Beme und CorinnaGruppe c: AlchBär, Spaten, Lisa und Nicola

Und last but not least, mein Praktikantenkollege Timo.

Ich hoffe es hat Euch allen gefallen und es war nicht Euer letzter Besuch in der PraktikantenWG!

Atze

Sonntag, Dezember 03, 2006

Pokerface und Türsteher

Der neueste Auswuchs zur gemeinschaftlichen Zeittotschlagung ist das frisch eingetroffene Pokerset. Interessant was für spannende Dinge man mit 52 Karten und ein paar farbigen Chips anstellen kann. Problematisch ist bislang lediglich, dass nur der Atze die Regel wirklich kennt. Wir anderen pokern gelegentlich wie die bekloppten mit nichts und wieder nichts auf der Hand. Ok, das kann auch ein Vorteil sein. Schließlich ist der Bluff der überzeugenste, bei dem man selber davon überzeugt ist ;-)

Ein weiteres Novum hat gestern Einzug gehalten. Wir sind gestern tatsächlich mit dem Auto in die Stuttgarter Innenstadt gefahren. Bis jetzt waren wir ja immer mit den öffentlichen unterwegs. Tagsüber ist dabei auch von einer Einschränkung wenig zu spüren. Außer vielleicht, das man locker ne Stunde braucht bis man da ist. Oder man verkürzt das, in dem man mit dem Auto zu einem nahegelegenen Bahnhof fährt um von dort aus erst mit der Bahn zu starten. Doch des nachts, wenn keine Bahn mehr fährt und man auf die wenigen fahrenden Nachtbusse angewiesen ist, die natürlich entsprechend überfüllt sind und in denen man sich gelegentlich auch mal über Leute freuen darf, die ungefragt auf die Sitze kotzen... Malt es euch selber aus wie schön das ist... Und wenn man dann wie der Spaten am Freitag den Nachtbus auch noch verpeilt und keine Wahl hat außer zu Fuß zu gehen und zu hoffen das dich jemand mitnimmt...
Tja, ich fand das alles war Grund genug es mal mit dem Auto zu probieren. Und mit dem Atze als Navigator waren wir auch ruck zuck im Party - Zentrum Theodor Heuss Straße angekommen. Bei der Parkhauswahl gilt es lediglich zu beachten, dass man sein Auto auch die ganze Nacht durch wieder abholen kann ;-) Und bei einem Nachttarif von 4 € kann man auch nicht meckern.

Nach der Röhre am letzten Wochenende stand diesesmal das ProTon auf dem Programm. Hierbei handelt es sich um eine Club. Also einer Stätte der Begegnung, der guten Musik, interessanter Leute und das ganze in gediegener Atmosphäre. So dachten wir jedenfalls. Vor der Tür angekommen warteten zwei Kanten von Türstehern auf uns. Ok das war ja noch zu erwarten. Freundlich fragten die beiden uns dann, ob wir zusammengehören würden und ob sie wohl unsere Ausweise sehen dürften. Das war dann schon etwas komisch, da wir ja nun alle und teilweise sogar recht deutlich über 20 sind. Aber sei es drum. Das die uns danach dann noch nach Waffen durchsucht haben fand ich dann aber irgendwie seltsam... Und schon bekamen wir an der Kasse unsere Verzehrskarte und die freundliche Aufforderung doch lockere 9 € Eintritt zu zahlen. Das machte natürlich Vorfreude. Schließlich muss ein Club schon ganz schön was zu bieten haben, wenn man soviel Eintritt zahlen soll, oder? Wir also weiter über die Garderobe zur Main Area. Das in Stuttgart die Parties erst ab 2 Uhr anfangen, wußten wir inzwischen und waren nicht überrascht, das noch nicht viel los war. Die second Area war sogar noch geschlossen.
Dort sollte House und Elektro laufen, weshalb wir dann auch gleich mal hoch gingen als sie dann aufmachte. Ok, das Wort Area würde ich persönlich hier ja nicht gebrauchen. Das ganze mutete eher an wie eine Besenkammer im vergleich zur Main. Man könnte das ganze auch locker in meinem Wohnzimmer unterbringen. 20 Leute und beim Tanzen wird es eng. Jedenfalls normaler weise. Die Leute die hier im verlauf des Abends dann tanzten, waren aber so gestört, das es auch mit 10 schon eng wurde. Die hüpften rum als hätten sie epileptische Anfälle und filmten sich dabei mit der Handykamera. Unnötig zu sagen, dass die dabei keine Rücksicht auf Verluste bei den anderen anwesenden nahmen. Teilweise ging das ganze sogar in Pogen über. Auf der Main Area fing in der Zwischenzeit der Bär an zu toben. Hier war scheinbar alles vertreten, was als Gangster in Stuttgart Rang und Namen hat. Auffällig war vor allem die oft weißen Klamotten, irgendwelche seltsamen Mützen und natürlich das Bling, Bling, was natürlich jeder echte Gagster braucht. Angefangen von langen Halsketten mit irgendwelchen dicken Anhängern, vorzugsweise natürlich aus Gold, über Ringe bis hin zu Goldverziertem Zahnschonern. Also alles was ein Volldepp zum Glücklich sein braucht... An dieser Stelle erschien mir das Durchsuchen der Gäste nach Waffen schon wieder in einem ganz anderen Licht! Die Innenausstattung war übrigens nicht der Rede wert. Die Wände alle aus feinstem Pressspan, ein paar Lampen, ein paar Scanner und ne Nebelmaschine. Also Bauerndisco von der Stange. Alles in allem der Stuttgarter Innenstadt nicht würdig. Wen wunderts, das wir nach 1,5h das Feld geräumt haben? Die Entscheidung, diesem Laden ein für allemal den Rücken zu kehren viel einstimmig. Auf dem Rückweg zum Parkhaus ging es dann noch über die Partymeile in eine Bar auf etwas gute Musik. Danach war der Abend etwas früher als sonst, aber immer noch zu einer guten Zeit beendet. Der Heimweg war einfach zu finden. Trotzdem hat der Atze es sich nicht nehmen lassen, bis 13:30 zu schnarchen...

Der Alcher

Samstag, Dezember 02, 2006

Spass unter der Woche

Diese Woche waren wir viel unterwegs...

Am Dienstag haben wir in Sindelfingen im Sterncenter das Kino ausprobiert. James Bond - Casino Royal stand auf dem Programm. Zusammen mit einigen Praktikantenkollegen hatten wir die Karten bereits vorbestellt. Das Kino ist ein normales Multiplex von der Stange, das sich über mehrere Etagen erstreckt. Die steilen Rolltreppen erklommen und ganz oben angekommen, wo unser Kinosaal zu finden war, mussten wir dann festellen, dass die Verkaufstände sich nicht über alle Etagen erstreckten, sondern nur unten zu finden waren... Das Kino war erwartungsgemäß gut besucht und der Film interessant. Der Weg ins Parkhaus gestaltete sich anschließend allerdings als schwierig. Wahrscheinlich haben wir schlicht die falsche Abzweigung genommen und standen plötzlich vor dem Einkaufscenter. Der Eingang ins Parkhaus war dann natürlich auf der anderen Seite und wir mussten einmal drum herum laufen...

Jedes Praktikum geht einmal vorbei. So auch bei einem direkten Kollegen vom Atze. Dieser, seines Zeichens ein junger Amerikaner, gab dann auch gleich mal eine nette Abschiedsparty amerikanischer Art. Die Wohnung seiner WG war gerappelt voll mit Leuten. Auf den ersten Blick bunt zusammengewürfelt und die meisten kannten sich auch nicht untereinander. Trotzdem schienen alle neben der Bekanntschaft des Gastgebers noch mehr gemeinsam zu haben. Auf die Frage: Was machst du so? Antworteten über 90 % mit: ein Praktikum. Weitere Antworten waren: Ich schreibe Diplomarbeit oder ich war mal Praktikant und kenne hier noch Leute. Auf die Frage: Was studierst du? Antworteten wiederum über 90 % mit: Informatik. Dazu gehörte interessanter Weise auch die Frauen. Irgendwie war das unheimlich ;-). Der Gastgeber überraschte nicht wenige mit Gitarren und Gesangseinlagen. Die anderen Gäste überraschten eher damit, dass sie nur wenig Bier mit hatten (wenn überhaupt) und dann die von meinen WG Kollegen beigesteuerte Bierkiste ruck zuck leer machten...
An dieser Stelle einen Gruß nach Austin, Texas.

Diese Woche war Zahltag... Endlich wieder Geld auf dem Konto!
Wir sind dann auch gleich mal am Freitag, nach einem verfrühtem Feierabend nach Stuttgart rein gefahren um schön einzukaufen...
Die Innenstadt ist riesig und wer sich auf die Königsstraße beschränkt sieht nur einen Bruchteil der Geschäfte... Die Nebenstrassen bieten außerdem die interessanteren Geschäfte. Man kommt aber nicht immer am Türsteher vorbei... Bei Cartier war sogar noch ne Klingel an der Tür die dann einen 2 m Mann auf den Plan rief... Echt krass.

Zu allem Überfluss hat auch der Weihnachtsmarkt geöffnet. Es heißt es ist der größte der Welt. Keine Ahnung ob das Stimmt, er ist aber auf jeden Fall nicht zu überblicken.
Wir werden wohl noch mal hin müssen... *gg*

der Alcher

Autos

OK, die Wohnung ist geputzt und das Wochenende geplant. Weiter geht die wilde Fahrt!

Ein paar Worte zur Zuverlässigkeit der WG-Autos an der Zahl drei. Naja, das war schon ein Abenteuer, die letzten Wochen.
Also gleich vorweg mein Audi schnurrt wie ein Kätzchen, dass er allerdings nicht in der Garage steht, tut schon in der Seele weh (speziell wenn man die Scheibe morgens vom Eis befreien muß).
Der Spaten hatte schon seit geraumer Zeit ab und an Probleme mit seinem Golf 3. Der Motor ging einfach aus und erst nach einigem Probieren wieder an. Besonders auf der Autobahn kann sowas unschön sein bis hin zu fatale Folgen haben. Nichts desto trotz war ich irgendwie der Meinung, da ich ja am Sonntag nach Tübingen gefahren war, dass ich mich von ihm am Montag mit zur Arbeit nehmen lassen wollte. Ok, wir sind ja auch pünktlich angekommen... zumindestens auf dem Hinweg... Der Rückweg gestaltete sich etwas problematischer. So kam es dann, das an der ekligsten Kreuzung des Wegs, an der Vorfahrt zu achten ist, aber immer eine Riesige Autoschlange ein allzu zügiges Vorankommen verhindert. An besagter Kreuzung war es dann mal wieder so weit. Die Karre machte schlapp. Hinter uns ein Haufen Autos und 3 Sekunden Später wollte jemand so freundlich sein uns rein zu lassen. Es half nichts, der Motor sprang nicht mehr an. Die Nervenaufreibenden Details des restlichen Heimwegs lass ich hier mal weg. Wir haben das Auto dann am nächsten Tag dort wieder abgeholt und es gleich mal in der nächsten Werkstatt abgeliefert...
Atzes kleiner roter Corsa war dann auch bald reif und musste zum TÜV. Der wohl leicht alkoholisierte Prüfingeneur stellte dann auch gleich mal eine umfangreiche Mängelliste zusammen. Na Gott lob war zwischenzeitlich Zahltag... Der Besuch in der Werkstatt ist auch hier schon im Planung... Man darf gespannt sein.

Der Alcher

What a rush!

Die Wochen und natürlich auch die Wochenenden sind hier so ereignisreich, dass es schwer fällt hier im Blog auf dem neuesten Stand zu bleiben. Ich will mal versuchen die letzten Geschehnisse auf die Reihe zu bekommen.

Es ist schon drei (!) Wochen her, da hatte wir hier Besuch aus dem Sieger/Sauerland. Ein paar Studienkollegen schauten vorbei um ein wenig Party zu machen. Zunächst wurde natürlich mal die Wohnung eingehend inspiziert und die Kaffeemaschine gequält. Dann gings aber auch schon, teils mit Auto, teils mit Bus und mit Bier bewaffnet in Richtung Heslach. Dort in der Herberge eines weiteren Sauerländers angekommen wurde erstmal Bier vom Fass verköstigt. Zum warm werden sozusagen. Dann gings weiter in die Stadt und durch diverse Kneipen. Aber auch das eine oder andere Toilettenhäuschen war dabei. Der übliche Nachtbus war das gefährt für die Heimreise. An dieser Stelle nochmal einen Gruß an die Jungs!

Am nächsten Tag war zunächstmal aktiver Alkoholabbau von nöten. Gegen spätem Nachmittag verabschiedeten sich dann die Besucher und machten sich auf den Heimweg.
Spaten und Atze zogen dann los in Richtung Mando Diao Konzert. Ob sie noch davon berichten bleibt offen.
Ich bin mit besagtem (nicht namentlich erwähntem) Studienkollegen aus Heslach los gezogen. Schließlich war verkaufsoffener Samstag in Stuttgart. Das hieß in diesem Fall bis 24 Uhr! Ein angesagtes Feuerwerk am Abend zog zusätzlich Leute an. Die Königsstraße war rappel voll! Neben einiger Textilien stand auch dringend Kaffee auf dem Programm.

Das folgende Wochenende war ruhig. Sehr ruhig! Spaten und Atze mussten sich nochmal bei der Freundin blicken lassen und sind freitags kurz nach 14 Uhr gen Heimat gefahren. Stau bedingt war dies allerdings keine wirkliche Freude.

Eine weiter Woche verflog und schon war wieder Wochenende. Diesmal standen Das Rockers und die Röhre zur Auswahl... Um kurz vor 23 Uhr in Stuttgart angekommen wähnte man sich zu einer guten Zeit. Beide Läden waren jedoch gähnend leer. Das Rockers glänzte zudem mit lieblichen 8 Euro Eintritt, was an dem Stargast des Abends von MTV gelegen haben könnte. Man zog sich deshalb erstmal ins Amadeus zurück. Im 2. Anlauf ging es dann direkt in die Röhre. Dort war mitlerweile etwas mehr los und der eine Euro Eintritt zu verschmerzen. Das Schild am Eingang: Ohrenstöpsel 50 Cent hätte allerdings eine erste Warnung sein sollen! Der Laden ist, wie der Name verrät in einer alten Tunnelröhre gelegen und mit dem Meyers in Siegen vergleichbar. Nur ist dies hier die schäbbige version ;-). Die Lautstärke auf der Tanzfläche grenzte tatsächlich an Körperverletzung und die Lautsprecher konnten dieser auch nicht ganz folgen... Musikgenuss für jeden, der auf kreischende, kratzende und heulende Lautsprecher steht...

Mittwochs Champions League. Wir also losgezogen nach Böblingen. Die Suche nach einer geeigneten Lokalität war die erste Hürde. Irgendwie ging es vom Kongreßzentrum in richtung Bahnhof. Und mit jedem Schritt wurden die Kneipen schäbbiger... Also zurück und in Richtung Innenstadt. Zu guter letzt den Irish Pub gefunden, der zum Glück mit einer Leinwand ausgestattet war. Ton lief zunächst noch keiner und das Fernsehbild war von Sky. Auf Anfrage nach dem Ton kam dann: "Könnt ihr kriegen, ist aber in Englisch". Ok besser als nix. Anwesend waren eine Hand voll Engländer und ein paar mehr Amerikaner. Zu unterscheiden am Akzent und am Desinteresse für Fußball... Zur Halbzeit wurde es plötzlich voll. Nicht das die Neuankömmlinge sich für Fußball interessierten. Sie spielten lieber Dart. Nach dem Spiel kam die Musik wieder von der Insel und die halbe Kneipe grölte mit... Interessanter Weise gabs nichts zu essen und doch alles. Die Pizza boten gaben sich die Klinke in die Hand. Spaten und Atze teilten sich auch spontan ne große Magerita, geliefert auf nem großen Holztablett direkt von neben an...

Ein neuer Tag und schon wieder unterwegs. Tübingen stand auf dem Programm. Das Auto vollgepackt mit Leuten, ein elektronische Navigationshilfe ("Biegen sie in 500 m rechts ab!") und los gings. Tübingens Altstadt ist tatsächlich sehenswert und vom Schloss bietet sich ein interessanter Rundblick auf die Stadt.

Die letzte Woche war sogar noch turbolenter. Aber davon später mehr...

Der Alcher