Als Ziel haben wir uns Konstanz ausgesucht, dessen Wurzeln bis in die Römerzeit zurückreichen. Dort angekommen ging es sofort und ohne große Umwege ans Wasser. Wegen des herrlichen Wetters wurde auch nicht lange überlegt, als man an einem Tretboot-Verleih vorbei kam. Mit vier Mann ab ins Boot und raus auf den schönen großen See. So war der Plan, doch die Technik hat ihre Tücken. So viel der Antrieb noch auf dem Weg aus dem Hafen heraus zur Hälfte aus. An ein vernünftiges Weiterkommen war nicht mehr zu denken, also herumgedreht und ein Austauschboot geschnappt. Hiermit ging dann alles wunderbar. Treten und sich treiben lassen und auch mal einen Fuß ins kalte Wasser halten.
Wieder an Land ging es dann mal in Richtung Rheinbrücke und ein Stück den Rhein herunter zur nächsten Fußgängerbrücke um dann direkt in der Innenstadt zu landen. Durch wunderschöne verwinkelte Gässchen und an einem Porsche mit kaputtem Auspuff vorbei auf der Suche nach einer geeigneten Lokalität fürs Mittagessen. In einer Seitenstraße wurde man schließlich fündig. Die Hälfte der Sitzplätze am Tisch waren sogar in Schatten. Das Essen kam und die Pizzabesteller trauten ihren Augen nicht. Die Pizza war etwa halb so groß wie zum Preis von 5 bis 7 Euro zu erwarten gewesen wäre. Wenigstens gab es geschmacklich nichts auszusetzten. Doch zum Nachtisch war dann ein Eis fällig.Die Stadt war zwischenzeitlich recht voll geworden. Da es gleichzeitig auch heiß geworden war, beschloß man, woanders hinzufahren. Die Schweiz klang verlockend und keiner hatte sie bisher betreten. Gesagt getan, ab ins Auto und auf zur Grenze. Doch was war das? Da standen ja tatsächlich noch Grenzbeamte an der Grenze! Was soll denn das? Tja, aufgewachsen in einem vereinten Europa, war dass für einige Insassen dann doch ein ungewohnter Anblick. Aber es kam noch besser. Der Grenzbeamte wunk uns nicht nur nicht durch, nein er wollte gleich mal von allen die Ausweise sehen. Das war dann echt zu viel des Guten. Die Zahl der Ausweise war nämlich leider nicht komplett. So hieß es dann gleich mal wieder herumdrehen. Auch der deutsche Kollege des braven Grenzbeamten staunte nicht schlecht, als er, auf die Frage nach den Ausweisen, die gleiche Antwort bekam. "Wie, sie wissen nicht, dass man sich an einer Ländergrenze Ausweisen muss?". Tja, da sieht man, wie weit uns die EU schon gebracht hat. Aber egal, für ca 40 Sekunden haben wir Schweizer Boden betreten!
Nach diesem Erlebnis sagte man sich, ab an den Strand und Füße ins Wasser. Da kann bestimmt nichts mehr schief gehen! Von einer Insel ganz in der Nähe hatte man gehört. Also nichts wie hin. Die Insel hatte einen eigenen Parkplatz (!) der im Tagestarif auch nur 4 € kostete. Ok, bei 4 Leuten ist das akzeptable. Doch man staunte nicht schlecht, als an der Brücke zur Insel plötzlich schon wieder das nächste Preisschild auftauchte. 12,90 € für Erwachsene und 6,50 € für Studenten sollte der Spass kosten. Wobei der Spass sich als Erlebnisinsel für Familien herausstellte. Ok, also wieder zum Auto. Auf Grund des Ultrakurzbesuchs kam man dann auch umsonst wieder vom Parkplatz herunter.
Im nächsten Ort versuchte man dann sein Glück in der nähe eines Campingplatzes. Und tatsächlich fand man etwas ähnliches wie einen Strand. Leider halt nur keinen Sandstrand sondern lediglich einen mit faustgroßen Steinen. Da man einen Decke mit hatte war das Problem aber nicht ganz so groß. Nur halt bei ungünstiger Gewichtsverteilung etwas ungemütlich. Aber naja, müde von den Strapazen des Tages war das zu verschmerzen. Und mit den Steinen konnte man wunderbar auf einen kleinen Felsbrocken werfen, der wenige Meter entfernt aus dem Wasser ragte.
Was bleibt ist ein Eindruck des wundervollen Bodensees und ein ordentlicher Sonnenbrand :-)
1 Kommentar:
tja jungs, auf eure letzten paar tage daunten (krass, wie die zeit vergeht) mußte dieser ausflug ja auf jeden fall noch kommen. geilo!
(ich wär ja lieber an den genfer see gefahren und hätt mir meine statue angeschaut ;-) )
genießt es noch!
liebe grüße!
Kommentar veröffentlichen